Mayors for Peace
02. Aug 2026
Der Bürgermeister Dr. Horst Brünnet hat sich freundlicherweise bereit erklärt, am Donnerstag, 6. August 2026, dem Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima, um 11 Uhr vor dem Rathaus die Fahne von Mayors for Peace zu hissen. Die Friedensaktivistin Waltraud Andruet und ihr Ehemann, Künstler und Friedensaktivist Mario Andruet, werden vor Ort Präsenz zeigen.Im Juli entstand unter Anleitung von Mario Andruet im Rahmen der Internationalen Jugendbegegnung der Saarwellinger Partnerstädte eine neu gestaltete Friedensfahne. Auch sie wird an diesem Tag gehisst, um ein Zeichen für die Verbundenheit der Städte und ihren gemeinsamen Einsatz für Frieden zu setzen. Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass BürgermeisterInnen für die Sicherheit und das Leben ihrer BürgerInnen verantwortlich sind, versucht die Organisation Mayors for Peace durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Inzwischen gehören dem Netzwerk über 8000 Städte und Gemeinden aus 166 Ländern an. Allein in Deutschland gibt es über 900 Städte und Gemeinden, die Mitglieder des Bündnisses sind. Die Landeshauptstadt Hannover ist eine der Vizepräsident- und Exekutivstädte des Bündnisses und Lead City für Deutschland.
Für eine Welt ohne Atomwaffen braucht es u.a. politischen Druck auf allen Ebenen. Deshalb sind wir vornehmlich dort aktiv, wo Veränderungen in Städten und Gemeinden angestoßen werden können. Gerade in Zeiten wachsender nuklearer Spannungen senden die teilnehmenden Städte und Gemeinden damit ein wichtiges Signal: Sicherheit entsteht nicht durch atomare Abschreckung, sondern durch Abrüstung und internationale Zusammenarbeit.
Am 6. und 9. August 1945 wurden die Städte Hiroshima und Nagasaki Ziele der weltweit ersten und bislang einzigen Atombombenabwürfe. Etwa 92.000 Menschen kamen sofort ums Leben, 130.000 weitere starben bis zum Jahresende an den Folgeschäden. Auch heute noch leiden viele Menschen an den Folgen dieser verheerenden Aktionen. Atomwaffen schaffen unendliches Leid. Eine wirksame Hilfe ist nur durch ihre Abschaffung möglich, denn die Gefahr von nuklearen Kriegen wird immer aktueller.
Mit unseren Aktionen wollen wir an die Opfer der Atombombenabwürfe erinnern und die ständige Bedrohung durch nukleare Waffen, sowie unsere Forderungen an die Politiker darlegen – gemeinsam für eine friedliche Welt.